Der Iran-Konflikt hat unmittelbare Auswirkungen auf die globale Nahrungsmittelversorgung

Der Iran-Konflikt hat unmittelbare Auswirkungen auf die globale Nahrungsmittelversorgung

Einem Bericht der *Washington Post* zufolge treibt der andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran die Preise für Kraftstoffe und Düngemittel massiv in die Höhe.

Dies zwingt Landwirte in ganz Asien dazu, in den entscheidenden Jahreszeiten auf die Aussaat zu verzichten, und bedroht damit die weltweite Nahrungsmittelversorgung.

In Suphan Buri in Zentralthailand hat die Reisbäuerin Saithong Jamjai vor Kurzem die Ernte ihrer 19 Hektar großen Anbaufläche abgeschlossen. 

Normalerweise wäre dies der Zeitpunkt, um die Vorbereitungen für die nächste Ernte zu treffen. 

Stattdessen hat sie beschlossen, vorerst nicht erneut auszusäen, da die Kosten völlig außer Kontrolle geraten sind.

Sie hat ihre Berechnungen wieder und wieder überprüft. 

Die explodierenden Ausgaben für Kraftstoff, Düngemittel, Kunststoffe und andere essenzielle Betriebsmittel, die in direktem Zusammenhang mit dem Konflikt stehen, bedeuten, dass Aussaat und Ernte mindestens 33.000 US-Dollar kosten würden, während die prognostizierten Verkaufserlöse im August lediglich etwa 22.000 US-Dollar einbringen dürften.

„Ich werde nicht erneut aussäen“, sagte sie und nannte den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als Ursache für diese wirtschaftlich untragbare Situation.

Die Störungen resultieren aus den Unruhen in der Straße von Hormus sowie den damit verbundenen Schocks in den Lieferketten, welche den Nachschub an Düngemitteln eingeschränkt und die Energiepreise in die Höhe getrieben haben.

Thailand, einer der weltweit größten Reisexporteure, ist bei wichtigen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln stark auf Importe angewiesen.

Das ist eine Abhängigkeit, die seine mehr als 10 Millionen Landwirte besonders anfällig macht. 

Ähnlicher Druck baut sich auch in anderen reisproduzierenden Nationen auf, wo sich die Erzeuger dazu entschließen, ihre Felder brachliegen zu lassen, um finanzielle Verluste zu vermeiden.

Experten warnen davor, dass eine flächendeckende Verringerung der Anbauflächen in dieser entscheidenden Phase im weiteren Jahresverlauf zu geringeren Ernteerträgen, höheren Preisen für Reis und einer allgemeinen Nahrungsmittel-Inflation in ganz Asien und darüber hinaus führen könnte. 

Landwirte wie Saithong Jamjai stehen vor Entscheidungen, die später nicht mehr geändert werden können.

Entscheidungen, die potenziell weitreichende und langfristige Folgen für die regionale Landwirtschaft sowie die weltweite Versorgung mit Grundnahrungsmitteln haben.

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