Pepsico nimmt in den USA mit 35 Lastkraftwagen ohne menschliche Fahrer seinen autonomen gewerblichen Gütertransport in Betrieb

Pepsico nimmt in den USA mit 35 Lastkraftwagen ohne menschliche Fahrer seinen autonomen gewerblichen Gütertransport in Betrieb

PepsiCo hat eine beachtliche Flotte autonomer Lkw in Betrieb genommen.

Das ist noch kein wichtiger Meilenstein bei der Einführung fahrerloser Technologie für den gewerblichen Gütertransport in den USA.

In Phoenix verlässt ein rund 11,8 Tonnen schwerer Koffer-Lkw, beladen mit Doritos und anderen Frito-Lay-Produkten, ein Verteilzentrum in Richtung eines nahegelegenen Walmart.

Und das auf öffentlichen Straßen, ganz ohne Fahrer am Steuer. 

PepsiCo setzt in Arizona aber nur 35 dieser fahrerlosen Lkw ein, dazu kommen fünf weitere in Texas und einer in Arkansas.

Die Fahrzeuge bedienen Routen zwischen Abfüllanlagen, Lagern und Einzelhandelsgeschäften (darunter Walmart und Dollar General) und befahren dabei sowohl stark frequentierte Autobahnen als auch innerstädtische Straßen.

Die mit Kameras sowie Radar- und Lidar-Sensoren ausgestatteten Lkw wurden in Zusammenarbeit mit dem auf autonomes Fahren im Lkw-Bereich spezialisierten Unternehmen Gatik entwickelt. 

Das Rückgrat der Flotte bilden mittelschwere und schwere Modelle von Isuzu Motors. 

PepsiCo begann 2022 mit Testfahrten unter Aufsicht von überwachenden Fahrern und startete im Juni 2025 den teilautonomen Betrieb. 

Bislang hat das Unternehmen keine Unfälle auf öffentlichen Straßen gemeldet.

„Was wir heute betreiben, ist Realität“, sagte Jim Farrell, Senior Vice President für die Lieferkette bei PepsiCo.

 „Die Fahrzeuge sind in mehreren Märkten in ein reales Netzwerk eingebunden.

Es handelt sich nicht um eine bloße experimentelle Testumgebung.“

Die autonomen Lkw bewähren sich besonders auf wiederkehrenden Kurzstrecken, etwa auf einer rund 22 Kilometer (14 Meilen) langen Pendelstrecke zwischen einem Gatorade-Werk und einem Lagerhaus. 

Unter Berücksichtigung von Faktoren wie Wetter und Verkehr liegt die Pünktlichkeitsquote bei 99 %. 

PepsiCo-Mitarbeiter nehmen die Lkw an den Geschäften in Empfang und übernehmen das Entladen.

So können sich die Vertriebsmitarbeiter auf den Kundenkontakt und Verkaufsaktionen konzentrieren.

„Das Versprechen des autonomen Fahrens liegt vor allem in der pünktlichen Abholung und Zustellung“, erklärte Gautam Narang, CEO und Mitbegründer von Gatik.

 „Durch den Einsatz dieser Systeme lässt sich eine gewisse Planbarkeit schaffen.“

PepsiCo plant, diese Kurzstreckentransporte auszuweiten und gleichzeitig einige Fahrer für neue Aufgaben umzuschulen, etwa im Bereich der Ausrüstungsverwaltung oder der Betreuung der Einzelhandelsfilialen.

Das Unternehmen geht davon aus, dass mit dem Wachstum der Flotte insgesamt weniger Fahrer eingestellt werden müssen. 

Dies könnte dazu beitragen, den branchenweiten Fahrermangel zu lindern, der durch regulatorische Vorgaben und Engpässe auf dem Arbeitsmarkt verschärft wird. 

Gewerkschaften wie die Teamsters haben sich jedoch gegen diese Entwicklung ausgesprochen und fordern weiterhin den Einsatz menschlicher Fahrer bei gewerblichen Lieferungen.

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