Im Herbst kommt in den USA der erste humanoide Roboter-Lehrer dauerhaft an einer Schule zum Einsatz

Im Herbst kommt in den USA der erste humanoide Roboter-Lehrer dauerhaft an einer Schule zum Einsatz

Laut einem Bericht von „New York Upstate“ steht ein kleiner, ländlicher Schulbezirk im Westen des Bundesstaates New York kurz davor, Geschichte zu schreiben:

 Mit der Rückkehr der Schüler im Herbst soll ein humanoider Roboter im Unterricht eingesetzt werden.

Der „Salamanca City Central School District“, der im Reservat der Seneca Nation liegt, wird zu den ersten Schulbezirken des Landes gehören, die diese fortschrittliche Technologie als Lernhilfe, ergänzend zu menschlichen Lehrkräften, nutzen.

Der Schulbezirk genehmigte auf einer kürzlichen Sitzung des Gremiums die Anschaffung des Roboters namens „Sally“ von der Technologiefirma Realbotix sowie einer dazugehörigen Software, die als KI-gestützte Assistenz für Lehrkräfte dient.

Die Schüler werden über ihre Laptops mit einer Avatar-Version des Roboters interagieren können. 

Dies eröffnet neue Möglichkeiten für eine personalisierte schulische Unterstützung in einer Gemeinschaft von rund 1.300 Schülern, von denen viele mit wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen haben.

Andrew Kiguel, CEO von Realbotix, erläuterte die Bedeutung des Projekts:

 „Dieser Einsatz in einem aktiven Schulbezirk ist ein Meilenstein sowohl für die KI als auch für die humanoide Robotik“, sagte er.

 „Salamanca markiert den Beginn einer neuen Ära, in der humanoide Roboter und intelligente KI-Assistenten zu Standardwerkzeugen im MINT-Unterricht werden.“

Sally wird über eine lebensechte Silikonhaut und langes braunes Haar verfügen.

Sie bleibt zwar in sitzender Position stationär, kann aber umfangreiche Bewegungen des Oberkörpers ausführen und eine ausdrucksstarke Mimik zeigen.

Im Unterricht identifizieren sich die Schüler über einen eindeutigen Code, sodass der Roboter auf frühere Interaktionen mit dem Avatar zurückgreifen und maßgeschneiderte Unterstützung bieten kann. 

Kiguel beschrieb diesen nahtlosen Ablauf:

 „Sie können sagen: ‚Hey, ich bin Schüler Nummer 1234‘, und der Roboter antwortet dann: ‚Hey, wir haben gestern darüber gesprochen – möchtest du das Gespräch fortsetzen?‘“

Die Initiative startet zunächst in den KI- und Robotikkursen der Highschool des Bezirks. 

Diese Kurse basieren auf einem von Apple-Mitbegründer Steve Wozniak entwickelten Lehrplan, der darauf abzielt, Schüler auf eine Karriere im Technologiebereich vorzubereiten.

Bei Erfolg des Pilotprojekts planen die Verantwortlichen, den Einsatz auf weitere Klassen auszuweiten. 

Auch außerhalb des Unterrichts können die Schüler auf den Avatar zugreifen, etwa für Hausaufgabenhilfe, das Hochladen von Fotos für Feedback, die Erstellung individueller Lerneinheiten oder Echtzeit- Übersetzungen in mehr als 100 Sprachen.

Schulbezirksleiter Mark Beehler verteidigte den zukunftsorientierten Ansatz des Bezirks im Umgang mit neuen Technologien.

 „Viele Schulen wählen den einfachen Weg und verbieten es schlichtweg, doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Schüler für die meisten von Schulen aufgestellten Regeln einen Weg finden, sie zu umgehen“, erklärte Beehler.

 „Ich halte es zudem für entscheidend, dass Schulen den richtigen Umgang mit Technologie vermitteln, anstatt sie einfach auszuschließen.“

Der Roboter soll Lehrkräfte zudem unterstützen, indem er während des Unterrichts Impulse liefert, die auf dem Lehrplan basieren. 

Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehören ein geschlossenes System ohne Internetverbindung, die Lenkung von Gesprächen hin zu Bildungsthemen sowie automatische Warnmeldungen bei bedenklichen Inhalten. 

Der Schulbezirk hat das System so programmiert, dass es mit „Ich weiß es nicht“ antwortet, anstatt das Risiko ungenauer Informationen einzugehen.

Die Investition in Höhe von 57.590 US-Dollar hat vor Ort gemischte Reaktionen hervorgerufen. 

Während einige sie als innovativen Schritt für eine unterversorgte Region betrachten, äußern andere Bedenken. 

Sierra Abrams, eine Mutter aus der Gemeinde, brachte die Sorgen der Anwohner zum Ausdruck:

 „Wir haben in unserer Gemeinde bereits so viele Probleme, auch im Umweltbereich. 

Ich verstehe einfach nicht, warum man dem Ganze nun noch KI hinzufügen muss.“

Das muss niemand verstehen, weil es Schwachsinn ist!

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