Das Motoröl im Supermarkt ist in den USA plötzlich doppelt so teuer und die Abgabemengen werden erstmals rationiert

Das Motoröl im Supermarkt ist in den USA plötzlich doppelt so teuer und die Abgabemengen werden erstmals rationiert

Der Ölwechsel in Eigenregie ist für Autofahrer seit Langem eine einfache Möglichkeit, Kosten bei der Fahrzeugwartung zu sparen.

Kunden von Costco in den USA griffen dabei oft auf das synthetische Öl von Kirkland Signature als besonders preiswerte Option zurück.

Dieses Schnäppchen gehört nun der Vergangenheit an.

Einem Bericht von Yahoo Autos zufolge kostet ein Karton mit 10 Dosen (ca. 9,5 Liter) voll-synthetischem Motoröl von Kirkland Signature jetzt 57,99 US-Dollar und das nach Jahren, in denen der Preis im mittleren 30-Dollar-Bereich lag.

Doch nicht nur der Preis sorgt für Überraschung.

Costco hat die Abgabemenge für Mitglieder auf zwei Einheiten alle sieben Tage, beziehungsweise 20 Quarts in diesem Zeitraum, begrenzt.

Motoröl ist kein Produkt, bei dem die meisten Menschen eine Rationierung erwarten würden.

Und genau das macht die neuen Regeln so ungewöhnlich.

Unter Berufung auf „The Auto Wire“ führt Yahoo Autos den Engpass auf ein knapperes Angebot an Schmierstoffen sowie auf die kostspielige und komplexe Herstellung von Ölen zurück, die den Anforderungen moderner Motoren gerecht werden.

Der ursprüngliche Bericht merkt an, dass „Motoröl normalerweise kein Produkt ist, bei dem Käufer eine Rationierung erwarten“, was die Ungewöhnlichkeit dieser Beschränkungen unterstreicht.

Moderne Rezepturen müssen für Turbolader, Direkteinspritzung und strengere Spezifikationen ausgelegt sein.

Das synthetische 5W-30-Öl von Kirkland verfügt beispielsweise über die „dexos1 Gen 3“-Freigabe von General Motors, die entsprechende Tests und eine Lizenzierung durch GM voraussetzt.

Vorgaben von API und ILSAC erfordern weitere Prüfungen, etwa hinsichtlich des Schutzes vor vorzeitiger Zündung bei niedrigen Drehzahlen (LSPI) in aufgeladenen Motoren mit Direkteinspritzung.

Wie es in der Quelle heißt:

„Heutige Schmierstoffe müssen mit Turboladern, Direkteinspritzung und immer anspruchsvolleren Motoren zurechtkommen und gleichzeitig strengere Industriespezifikationen erfüllen.“

Diese Komplexität treibt die Kosten in die Höhe, noch bevor die Gebinde in die Verkaufsregale gelangen.

Der Druck entsteht zudem bereits auf der vorgelagerten Stufe der Wertschöpfungskette.

Das für Schmierstoffe benötigte Grundöl stammt aus denselben Raffinerieprozessen, in denen auch Benzin und Diesel hergestellt werden.

Die Raffinerien verlagern ihre Produktion daher auf jene Kraftstoffe, die höhere Erträge versprechen.

Diese Kosten werden über Hersteller und Händler an die Endkunden weitergegeben.

Costco beschränkt nicht nur die Marke Kirkland; laut einem Bericht von „The Drive“ gilt auch für Mobil 1 eine Begrenzung, wenngleich hier fünf Einheiten pro Mitglied erlaubt sind.

Autofahrer, die ihren Ölwechsel selbst vornehmen, bekommen dies als Erste zu spüren.

Ein Kirkland-Gebinde für knapp 58 Dollar plus ein hochwertiger Filter können den Kostenvorteil gegenüber einer Werkstatt weitgehend zunichtemachen.

Yahoo Autos bezeichnete die Kaufbeschränkung als „wohl das deutlichere Warnsignal“ und fügte hinzu:

„Dass Motoröl bei Costco rationiert wird, ist ungewöhnlich; in Verbindung mit dem starken Preisanstieg zeigt dies, unter wie großem Druck der Schmierstoffmarkt derzeit steht.“

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