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Die Vor- und Nachteile von Präsenzunterricht im Vergleich zum Onlineunterricht

 

Obwohl dem Onlineunterricht betriebswirtschaftlich die Zukunft gehören wird, gibt es noch immer sehr große Vorbehalte gegenüber dieser Form der Nachhilfe seitens der Elternschaft.

Das hängt vermutlich mit Corona und vielen schwarzen Schafen in dieser Branche zusammen.

Auf der Suche nach Betrugssystemen wird man in der Nachhilfe jedenfalls schnell fündig.

Der Präsenzunterricht erfordert eine vermehrte Reisetätigkeit und das hält solche Leute ab, diesbezüglich aktiv zu werden.

Trotzdem ist nicht jeder Präsenzunterricht seriös, insbesondere dann, wenn er 69 Euro für 90 Minuten kostet.

Präsenzunterricht ist nur bodenständig, wenn er von Einzelkämpfern und nicht von Franchiseketten betrieben wird.

Dem Onlineunterricht gehört betriebswirtschaftlich ganz klar die Zukunft.

Er ist in der Produktion dieser Dienstleistung kostengünstiger, weil hier keine Reisezeit und keine Reisekosten anfallen.

Bei mir spielt der Onlineunterricht noch eine relativ geringe Rolle, weil ich lieber mit dem Auto durch die Bodenseelandschaft oder genauer gesagt, durch den Landkreis Konstanz fahre, als den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen.

Beginnen wir konkret mit den Vor- und Nachteilen des Präsenzunterrichts aus der Sicht der Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern:

Vorteile:

Der Unterricht findet in vertrauter Atmosphäre statt und die Eltern müssen Ihre Kinder nicht zur Nachhilfe fahren.

Als Nachhilfelehrer sieht man direkt die schriftlichen Ergebnisse der zu Unterrichtenden und kann dies einfacher und schneller korrigieren als online.

Als Coach für bestimmte Fächer sieht man vor Ort natürlich weitaus besser mögliche Einflussfaktoren, welche das Lernen beeinträchtigen können, als im Onlineunterricht.

Man kann diese negativen externen Effekte dann auch sehr viel einfacher reduzieren, als dies online der Fall wäre.

Der Kontakt zu den Eltern ist Zuhause sehr viel besser, während er online meistens überhaupt nicht existiert.

Im Präsenzunterricht kann man auch zwei Schüler und Schülerinnen aus der gleichen Klasse unterrichten, ohne dass dies etwaige substanzielle inhaltliche Nachteile hätte.

Für jüngere Schüler und Schülerinnen ist der Unterricht zu Hause definitiv besser, obwohl es immer wieder Ausnahmen davon geben wird.

Im Unterricht in der Wohnung können die Schüler und Schülerinnen nicht schummeln, während das im Onlineunterricht das größte Problem ist, weil man von der Kamera unbeobachtet am Computer online ganz einfach etwas im Internet herausfinden kann.

Man kann den Präsenzunterricht nach einer gewissen Zeit auch mit einem Onlineunterricht verlängern, auch wenn es nur zum Test ist, ob der Präsenzunterricht auch wirklich die bessere Variante für die Zielgruppe ist, die man zu betreuen hat.

Hat man mit Präsenzunterricht begonnen, dann sollte man ihn in der Regel auch fortsetzen, weil man dann meistens bei einer Umstellung feststellt, dass er alternativlos gewesen war.

In die andere Richtung von Onlineunterricht zu Präsenzunterricht gibt es in der Regel keine Probleme.

Nachteile:

In der vertrauten heimischen Umgebung lassen sich die Schüler und Schülerinnen aber auch leichter durch Haustiere oder andere Geschwister ablenken.

Leider bekommt man im Präsenzunterricht als Nachhilfelehrer auch Dinge mit, welche nichts mit der Ausbildung zu tun haben und deshalb sollten die Eltern im eigenen Interesse dafür sorgen, dass so etwas nicht geschehen.

Ein fremder Nachhilfelehrer ist zumindest zu Beginn immer ein Fremdkörper in der eigenen Wohnung und deshalb sollte der Präsenzunterricht immer in der Nähe der Haustüre stattfinden, weil man bei vielen offenen Türen in den Wohnungen mitunter gar nicht sehen will, was man aber sieht, weil man mit geschlossenen Augen in einer fremden Wohnung schnell auf eine Wand läuft.

Die besten Uhrzeiten im Präsenzunterricht sind zu Beginn des Schuljahres immer schnell vergeben, wobei die wirklich guten Uhrzeiten nur im Onlineunterricht verfügbar sind, d.h. nach 19 Uhr und an den Wochenenden.

Am Wochenende ist der Präsenzunterricht aus verschiedenen Gründen in jedem Haushalt etwas problematisch, weil dann noch mehr Bewohner zu Hause sind, wobei ich augenblicklich online am Samstagmorgen um 8 Uhr ziemlich gute Erfahrungen mache.

Fazit:

Eine optimale Lösung für den Veranstaltungsort in der Nachhilfe gibt es nicht, aber dramatisch große Unterschiede zwischen dem Präsenz- und Onlineunterricht gibt es nicht.

Es existieren allerdings ganz sicher in der Onlinenachhilfe mehr schwarze Schafe, als in der Nachhilfe zu Hause.

Ohne ein persönliches Kennenlernen vor Ort sollte man deshalb keine solchen Bildungsprojekte starten.

Was ist der Unterschied zwischen Online-Nachhilfe und Präsenzunterricht?

 

Die Online-Nachhilfe hat den gravierenden Nachteil, dass sie bei der Zielgruppe unter 16 Jahren daran krankt, dass die Schüler und Schülerinnen meistens nicht mit diesem Medium klarkommen.

Außerdem benötigt man ein Manuskript für die Online-Nachhilfe, welche standardmäßig nur bei Studenten bzw. Studentinnen vorliegt, aber nicht bei Schülern.

Man müsste für eine Online-Nachhilfe die ganzen Unterlagen vor der Nachhilfestunde einscannen und das ist zeitlich zu aufwendig.

Fehlende Unterlagen sind jedoch auch in der Präsenznachhilfe der Klassiker bei den Problemen, aber nur in der ersten Stunde, weil man dies unbedingt abschalten muss, sonst bringt die ganze Online-Nachhilfe nichts.

Grundsätzlich werden in der Nachhilfe mindestens 50 % des von den Eltern investierten Geldes zum Fenster hinausgeworfen.

Es fragt sich, welche 50 % das sind!

Neben den Unterlagen fehlt nämlich meistens auch noch die Motivation und eine solide Zeitplanung.

Die meisten Nachhilfestunden finden niemals statt, weil sie mitunter nicht einmal rechtzeitig abgesagt werden und eine Wiederholung einer auf diese Art verlorenen Stunde habe ich noch nie erlebt.

Wer sich dann noch wundert, dass die Ziele nur selten erreicht werden, der lebt in einer Fantasiewelt.

Auch wenn sie kaum eingehalten wird, ist eine adäquate Zeitplanung für die Nachhilfe, egal ob online oder präsent, dennoch die wichtigste Grundlage.

Eine Abschlussprüfung muss zu Beginn des jeweiligen Schuljahres in Angriff genommen werden, weil die Nettovorbereitungszeit abzüglich der Ferien ziemlich knapp bemessen ist.

Zu meiner Zeit war es noch klar, dass man im Abschlussjahr auf die Schulferien verzichten muss, denn die Ferien sind gerade im Abitur die entscheidende Zeitreserve, welche man für gute Noten unbedingt benötigt.

Heute sieht die Realität jedoch so aus, dass die Nachhilfestunden in den Ferien meistens abgesagt werden, obgleich die Schüler und Schülerinnen dann ausgeruhter wären.

Setzt dann nach diesen ineffizienten Vorbereitungen bzw. nach den Ferien beim Blick in den Kalender die alljährliche Panik ein, dann geben die meisten Schüler und Schülerinnen vorzeitig auf.

Und bei den Studenten bzw. Studentinnen verhält es sich bei den Vorbereitungen für die Nachklausuren nicht anders.

Anstatt Vollgas zu geben, treten sie auf die Bremse, geraten in Schleudern und fahren mit größter Präzision voll vor die nächste Wand.

Dabei handelt es sich um eine Situation, welche im späteren Leben regelmäßig auf einen zukommt, weil Kunden oder Geschäftspartner mitunter echte Chaoten sind und man das dann ausbaden kann.

Würde man dann auch immer gleich aufgeben, dann wäre man seinen Job ziemlich schnell los.

Wer also nicht schon in der Schule solche Situationen meistert, der kann nicht studieren und bekommt dann genau diejenigen Jobs, in welchen man die Fehlplanungen seiner Chefs täglich ausbügeln darf.

Das nennt man dann strafende Gerechtigkeit und angesichts dessen, sollte ein guter Zeitplan ein reines Vergnügen sein.

Die eigentliche Nachhilfe besteht aus einer aktiven Mitarbeit, weil man nur durch Zuschauen und Zuhören ziemlich ganz wenig lernt.

In der Mathematik bedeutet dies das Lösen von Aufgaben und mitunter sind sogar zusätzliche Hausaufgaben in der Nachhilfe notwendig.

Die Zeitplanung sollte also auch dies beinhalten und nicht dazu führen, die Schüler und Schülerinnen zu stark zu belasten.

Es kommt nicht selten vor, dass manche fast jeden Tag in die Nachhilfe gehen müssen und das ist kontraproduktiv.

Da sollte man zunächst einmal die persönliche Situation des Schülers oder der Schülerin analysieren und zunächst einmal wieder Freiräume schaffen.

Die Konzentration lässt in der Nachhilfe durchschnittlich nach 45 Minuten erkennbar nach und wenn dann jemand zu wenig Schlaf hatte oder überarbeitet ist, dann geht ziemlich bald gar nichts mehr.

Da kann man sich die Nachhilfe besser auch gleich ganz schenken.

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