Zur Vorbereitung der FIFA-Weltmeisterschaft in Marokko 2030 sollen wehrlose Straßenhunde am hellichten Tag in Nador erschossen worden sein

Zur Vorbereitung der FIFA-Weltmeisterschaft in Marokko 2030 sollen wehrlose Straßenhunde am hellichten Tag in Nador erschossen worden sein

In der marokkanischen Stadt Nador ist der Bürgersteig blutbefleckt und leere Patronenhülsen liegen im Gras, nachdem bewaffnete Beamte in Wohngebieten das Feuer auf streunende Hunde eröffnet haben sollen. 

Augenzeugen schildern erschütternde Szenen, in denen wehrlose Tiere am helllichten Tag erschossen werden, während die Behörden das Land auf die Austragung von Spielen der FIFA-Weltmeisterschaft 2030 vorbereiten.

Laut einem Bericht der Daily Mail streifen schätzungsweise drei Millionen streunende Hunde durch Marokkos Straßen, und Tierschutzorganisationen haben Alarm geschlagen wegen des ihrer Meinung nach brutalen Vorgehens im Vorfeld des globalen Turniers.

Die Internationale Tierschutzkoalition (IAWPC) teilte der Zeitung schockierende Bilder und Zeugenaussagen mit und prangerte ein Muster der Gewalt an, das Marokkos früheren Verpflichtungen zu einem humanen Umgang mit Tieren widerspricht.

Eine Augenzeugin, die aus Angst vor Repressalien anonym bleiben möchte, beobachtete die Ereignisse von ihrem Fenster aus während zweier gemeldeter Schießereien in dieser Woche.

Eine am Dienstag und eine weitere am Donnerstag, die jeweils gegen 6:30 Uhr morgens begannen.

„Das war keine Keulung, sondern ein Akt purer Grausamkeit“, erklärte sie in einer von der IAWPC verbreiteten Nachricht.

 „Hunde wurden kaltblütig unter unseren Fenstern erschossen. 

Zurück blieben Bilder unerträglicher Gewalt und blutbefleckte Straßen.“

Die IAWPC, die weltweit mehr als 80 Organisationen vertritt, bezeichnete die Taten als „Akt purer Grausamkeit“. 

Vorsitzender Les Ward verurteilte die Vorfälle aufs Schärfste:

 „Das ist keine Populationskontrolle, das ist ein regelrechtes Massaker.

Man kann nicht ein globales Sportereignis ausrichten, das Einheit und Menschlichkeit feiert, und gleichzeitig solch herzlose Gewalt und Brutalität zulassen.“

Die marokkanische Botschaft in London hat jegliche Tötungen von Hunden entschieden dementiert und auf ein 2019 gestartetes Programm zur Kastration, Impfung und Freilassung von Straßenhunden sowie Investitionen in die Veterinärversorgung verwiesen.

Die FIFA erklärte, sie stehe in Kontakt mit lokalen Partnern, um sicherzustellen, dass die im Bewerbungsprozess gemachten Zusagen zum Tierschutz eingehalten werden, und arbeite weiterhin mit dem IAWPC an regulatorischen Überprüfungen.

Tierschützer warnen, dass solche Vorfälle den Geist des Turniers in der Vorbereitungszeit untergraben könnten. 

Der IAWPC fordert unabhängige Untersuchungen zum Umgang mit Straßenhunden im ganzen Land.

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