Wie die künstliche Intelligenz KI die tägliche Arbeit der Polizei unterstützen und effizienter machen soll

Wie die künstliche Intelligenz KI die tägliche Arbeit der Polizei unterstützen und effizienter machen soll

Laut einem Bericht der britischen Regierung werden Polizeikräfte in England und Wales künftig deutlich weniger Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringen und sich stattdessen stärker auf den Schutz der Bevölkerung vor Ort konzentrieren. 

Dies ist die Folge der Einführung von „PoliceAI“, einem neuen nationalen Zentrum, das sich auf den verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Strafverfolgung spezialisiert hat.

Die am 10. Juni 2026 vom Innenministerium (Home Office) angekündigte Initiative wird durch eine Rekord Investition von 75 Millionen Pfund über einen Zeitraum von drei Jahren unterstützt. 

Das Zentrum soll KI-Tools identifizieren, testen und skalieren, die nachweislich konkrete Ergebnisse für Polizeidienststellen im ganzen Land liefern.

Erste Pilotprojekte haben bereits ein beachtliches Potenzial gezeigt. 

In einem Entführungsfall wurde Videomaterial im Umfang von 800 Stunden in nur drei Stunden ausgewertet, was zu einem frühen Schuldbekenntnis des Täters beitrug. 

In einem anderen Fall wurden Daten im Umfang von einer halben Million E-Books in Echtzeit übersetzt, was zur Festnahme einer Bande der schweren organisierten Kriminalität führte.

PoliceAI ist Teil einer umfassenderen Investition in KI-Technologie in Höhe von 140 Millionen Pfund über drei Jahre.

Dazu gehört auch der Ausbau der Live-Gesichts- erkennung durch 40 zusätzliche Einheiten.

Diese Technologie hat bereits dazu beigetragen, gesuchte Vergewaltiger, Täter häuslicher Gewalt und Sexualstraftäter, die sich an Kindern vergangen haben, zu fassen. 

Weitere Fördermittel in Höhe von 16,5 Millionen Pfund sollen die Interaktion mit der Öffentlichkeit modernisieren; dabei kommt KI unter anderem bei der Transkription von Notrufen, der Verknüpfung von Anzeigen und der Priorisierung von Einsätzen außerhalb von Notfällen zum Einsatz.

Sarah Jones, die für Belange der Polizei zuständige Ministerin, betonte die transformative Wirkung:

 „KI hilft der Polizei bereits dabei, gefährliche Straftäter zu fassen, Ermittlungen zu beschleunigen und für Sicherheit in unseren Gemeinden zu sorgen.

Und wir stehen dabei erst am Anfang.“ 

Sie fügte hinzu, dass PoliceAI „die Arbeitsweise jeder Polizeidienststelle in England und Wales grundlegend verändern wird.

Und dann letztlich Kapazitäten im Umfang von 3.000 zusätzlichen Polizeikräften freisetzt, sodass mehr Polizisten dort eingesetzt werden können, wo sie hingehören.

In unsere Gemeinden.“

Im ersten Jahr wird sich das Zentrum auf besonders wirkungsvolle Bereiche konzentrieren, darunter groß angelegte Pilotprojekte bei bis zu zehn Polizeidienststellen zur Priorisierung und Zusammenfassung digitaler Beweismittel.

Das ist ein Prozess, der bei Ermittlungen bisher enorm viel Zeit in Anspruch nimmt.

Durch diese Maßnahmen, die bis zum Jahr 2026/27 laufen und denen 2027 die landesweite Einführung folgt, sollen jährlich Millionen von Arbeitsstunden eingespart werden. 

Zudem wird PoliceAI ein „Policing AI Threat Hub“ (Zentrum zur Abwehr KI-gestützter Kriminalität) einrichten, um Straftaten unter Einsatz von KI, etwa die Erstellung intimer Deepfake-Bilder, zu bekämpfen und Maßnahmen gegen Ladendiebstahl sowie den Diebstahl von Werkzeugen zu unterstützen. 

Interimsdirektor Alex Murray OBE erklärte:

 „Kriminalität und Technologie entwickeln sich rasant weiter. 

Die Polizeiarbeit muss damit Schritt halten, indem sie KI verantwortungsvoll einsetzt, um Straftäter zu fassen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.“

Die Initiative umfasst die unabhängige Überprüfung von KI-Modellen auf Genauigkeit und Verzerrungen (Bias), ein öffentliches Verzeichnis der eingesetzten Systeme sowie deren Integration in den geplanten Nationalen Polizeidienst. 

Sie steht im Einklang mit dem Weißbuch der Regierung zur Polizeireform und der Initiative „Safer Streets“.

Ziel ist es, eine sichtbare und effektive Polizeiarbeit zu fördern und gleichzeitig das Vertrauen der Öffentlichkeit sowie ethische Standards zu wahren. 

Leider sieht die Realität in Sachen Kriminalität in Großbritannien in diesen Tagen ganz anders aus.

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