Die Feuerwehrleute in Frankreich, Spanien und Griechenland kämpften am Donnerstag gegen schwere Waldbrände und das bei extremer Hitze

Die Feuerwehrleute in Frankreich, Spanien und Griechenland kämpften am Donnerstag gegen schwere Waldbrände und das bei extremer Hitze

Einem Bericht von Reuters zufolge kämpften Feuerwehrleute in Frankreich, Spanien und Griechenland am Donnerstag gegen schwere Waldbrände, während extreme Hitze, trockene Vegetation und starker Wind Südeuropa in Alarmbereitschaft versetzten.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez stufte die Warnstufe für einen Großbrand an der Grenze zwischen Madrid und Kastilien-León zwar herab, warnte jedoch, dass die Gefahr weiterhin bestehe.

Landesweit gaben mindestens zehn weitere Brände Anlass zur Sorge.

 In Frankreich nahmen die Behörden zwei Personen wegen des Verdachts auf Brandstiftung fest, nachdem Einsatzkräfte einen riesigen Brand nahe Bordeaux unter Kontrolle gebracht hatten.

 In Griechenland kamen drei Feuerwehrleute ums Leben.

 Touristen und Einwohner flohen aus Teilen Kretas, wobei einige per Boot entkamen.

„Wir haben es gerade noch geschafft, wir rannten, und das Feuer war hinter uns her“, sagte Lia Galata, eine Saisonkraft im Tourismusbereich auf Kreta, die in einer Sporthalle Zuflucht gesucht hatte, bevor sie am späten Mittwoch auf dem Seeweg evakuiert wurde.

 „Ich wusste nicht, ob ich durch das Feuer, die Asche oder durch Ertrinken im Meer sterben würde. 

Es war der Wahnsinn.“

Die Einsatzkräfte kommen in diesem Sommer kaum zur Ruhe, da Europa, der Kontinent, der sich am schnellsten erwärmt, von aufeinanderfolgenden Hitzewellen und Waldbränden heimgesucht wird. 

Die Ressourcen sind bis an die Grenzen beansprucht: von der von Dürre geplagten Region in England über Wälder in Frankreich und Gebirge in Spanien bis hin zu Dörfern in Griechenland. 

Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis warnte:

 „Uns stehen schwierige Tage bevor.“

Die Europäische Union erlebt eine überdurchschnittlich heftige Waldbrandsaison, die den bisherigen Rekord bereits übertroffen hat. 

Ein relativ feuchter Winter hatte für üppige Vegetation gesorgt, die durch spätere Hitzewellen zu Zunder wurde.

Für Donnerstag wurde in ganz Europa eine durchschnittliche Höchsttemperatur von 25,3 Grad Celsius prognostiziert.

3,6 Grad über dem Durchschnittswert der Jahre 1961 bis 1990. 

Nach Angaben des zuständigen Gesundheitsinstituts sind in Deutschland in diesem Jahr schätzungsweise 9.800 Menschen an Hitze bedingten Ursachen gestorben.

Im Südwesten Frankreichs blieb die Fläche der verbrannten Gebiete bei den Bränden nahe Bordeaux über Nacht unverändert bei rund 42.000 Hektar. 

Etwa 220.000 Einwohner und Urlauber mussten evakuiert werden, wobei rund 60.000 inzwischen wieder zurückkehren durften.

Eine wichtige Autobahn sollte am Donnerstag wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden.

Zudem wurde milderes Wetter mit möglichen Gewittern erwartet, auch wenn die Warnung vor extremer Hitze weiterhin in Kraft blieb. 

Die Waldbrände in Frankreich haben inzwischen mehr Fläche vernichtet als in jedem anderen Jahr seit 2006.

In Griechenland kamen zwei Feuerwehrleute ums Leben, nachdem sie in einem Feuer eingeschlossen worden waren, das am Mittwoch in Zentral-Kreta ausgebrochen war.

 Ein dritter Feuerwehrmann starb bei einem weiteren Brand auf der Peloponnes.

 Hunderte Menschen wurden auf dem Land- und Seeweg aus dem Gebiet Krya Vrysi und umliegenden Dörfern evakuiert, da starke Winde die Flammen vorantrieben. 

Der britische Urlauber Peter Wood, der sich in Agia Galini aufhielt, sagte:

 „Es war beängstigend. 

Wir konnten die Flammen in den Hügeln oberhalb des Dorfes sehen, und Polizei sowie Feuerwehr forderten die Menschen auf, sich sofort in Sicherheit zu bringen.“ 

Der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde bezeichnete die Lage als verzweifelt.

In Spanien erklärte Sánchez:

 „Die Notsituation dauert an.

Wir stufen die Alarmstufe auf die operative Ebene 2 herab, bleiben aber weiterhin in Alarmbereitschaft.“

 Die Bedingungen in der Nacht ermöglichten es den Einsatzkräften, den Brandherd in der Region Madrid besser einzugrenzen.

Nahe dem Stausee San Juan waren weiterhin rund 1.000 Bewohner evakuiert. 

Ein weiteres Feuer in der Provinz Castellón an der Mittelmeerküste war zwar noch aktiv, konnte jedoch zunehmend unter Kontrolle gebracht werden.

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