Ein besorgniserregender Ausbruch von Cyclosporiasis, verursacht durch den Parasiten Cyclospora cayetanensis, hat in 20 US-Bundesstaaten mindestens 145 Menschen erkranken lassen.
Die meisten Fälle wurden aus New York gemeldet.
Die zwischen Mai und dem 16. Juni gemeldeten Infektionen betrafen Personen im Alter von 5 bis 86 Jahren.
Die Gesundheitsbehörden haben bislang 20 Krankenhauseinweisungen bestätigt, wobei keine Todesfälle verzeichnet wurden.
Experten untersuchen fieberhaft die Infektionsquelle, da keiner der Patienten kürzlich ins Ausland gereist war, was normalerweise der typische Übertragungsweg für solche Infektionen ist.
Der Parasit löst Cyclosporiasis aus, eine Darminfektion, die für schwere, wässrige Durchfälle sowie starke Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Erschöpfung und weitere stark beeinträchtigende Symptome bekannt ist.
Oft treten die Beschwerden etwa eine Woche nach der Ansteckung auf und können, unbehandelt, über Wochen oder sogar einen Monat hinweg anhalten, was das Risiko von Dehydrierung und lang anhaltenden Beschwerden erhöht.
Und das ist bei dieser Hitze nicht vorteilhaft.
„Lokale, staatliche und bundesstaatliche Gesundheitsbehörden (CDC, FDA) untersuchen derzeit mehrere Krankheits-cluster, die sich über mehrere Bundesstaaten erstrecken.
Die Ermittlungen zur Identifizierung möglicher Infektionsquellen dauern an“, teilten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) mit.
Da es keine Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt, gehen die Behörden davon aus, dass kontaminierte Lebensmittel, die innerhalb der USA verzehrt wurden, die wahrscheinliche Ursache darstellen.
Das genaue Übertragungsmedium, möglicherweise frisches Obst oder Gemüse, ist noch nicht identifiziert.
Die Behörden übergreifenden Untersuchungen laufen weiter.
Die Behörden weisen darauf hin, dass die tatsächliche Fallzahl wahrscheinlich höher liegt, da einige Infektionen möglicherweise unentdeckt oder ungemeldet bleiben und der Parasit auch in weiteren Bundesstaaten zirkulieren könnte.
New York ist am stärksten von dem Ausbruch betroffen.
Dort wurden zwischen 31 und 80 Fälle bestätigt.
Es folgen Texas und Illinois mit jeweils 11 bis 30 Fällen.
Zu den weiteren betroffenen Bundesstaaten gehören New Jersey, Connecticut, Pennsylvania, Massachusetts, Rhode Island, Delaware, Maryland, Virginia, North Carolina, Ohio, Tennessee, Wisconsin, Georgia, Florida, Louisiana, Colorado, Alaska sowie Washington, D.C.
Cyclospora-Infektionen werden häufiger mit Reisen in tropische oder subtropische Regionen in Verbindung gebracht, wo sich der Parasit über fäkal verunreinigte Lebensmittel oder verunreinigtes Wasser verbreitet.
Frühere Ausbrüche in den USA wurden mit importierten pflanzlichen Lebensmitteln wie Koriander, Himbeeren, Basilikum, Pflücksalat (Mesclun) und Zuckererbsen in Verbindung gebracht.
Ein bemerkenswerter Vorfall im Jahr 2019 betraf Basilikum aus Mexiko, während bei einem Ausbruch im Jahr 2018 fast 400 Menschen durch kontaminierte Salate erkrankten, die in McDonald’s-Filialen verkauft worden waren.
Die Gesundheitsbehörden raten zur strikten Einhaltung von Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit, einschließlich des gründlichen Waschens und der sachgemäßen Handhabung von frischem Obst und Gemüse.
Die meisten Fälle heilen ohne spezifische Behandlung aus.
Bei schwereren oder langwierigen Krankheitsverläufen werden jedoch Antibiotika wie Trimethoprim- Sulfamethoxazol (allgemein bekannt als Bactrim) zur Behandlung empfohlen.