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Laut einer aktuellen Studie wenden sich immer mehr Jugendliche in England und Wales bei psychischen Problemen an KI-Chatbots.
Die Ergebnisse verdeutlichen einen bedeutenden Wandel im Umgang junger Menschen mit seelischen Belastungen, insbesondere da die traditionellen Angebote der psychischen Gesundheitsversorgung weiterhin überlastet und schwer zugänglich sind.
FĂĽr viele Jugendliche stellen lange Wartelisten und die begrenzte VerfĂĽgbarkeit professioneller UnterstĂĽtzung HĂĽrden fĂĽr eine zeitnahe Behandlung dar.
Dies gilt insbesondere für junge Menschen, die von Gewalt oder Traumata betroffen sind und oft das Gefühl haben, nicht monatelang auf einen Termin warten zu können.
Die Studie, die von einer britischen Jugendorganisation durchgefĂĽhrt wurde und auf einer Umfrage unter mehr als 11.000 jungen Menschen im Alter von 13 bis 17 Jahren basiert, ergab, dass jeder vierte Teenager im vergangenen Jahr einen KI-Chatbot zur UnterstĂĽtzung der psychischen Gesundheit genutzt hatte.
Unter Jugendlichen, die schwere Gewalt erlebt hatten, war die Nutzung von KI-Tools zur emotionalen UnterstĂĽtzung noch verbreiteter.
Viele junge Menschen berichteten, dass Chatbots sich vertraulich, wertfrei und zugänglich anfühlten.
Ein Jugendlicher beschrieb die KI als „Freund“ und merkte an, dass sie ihm ermöglichte, seine Gedanken frei zu äußern, ohne Angst vor Verurteilung, Denunziation oder Missverständnissen haben zu müssen.
Dieses Gefühl der Anonymität und ständigen Verfügbarkeit macht KI-Tools besonders attraktiv für diejenigen, die zögern, sich an Lehrkräfte, Eltern oder Therapeuten zu wenden.
Trotz dieser wahrgenommenen Vorteile haben Experten und Jugendvertreter ernsthafte Bedenken geäußert.
KI-Chatbots können zwar Gespräche führen und grundlegende Beruhigung bieten, sind aber keine ausgebildeten Fachkräfte für psychische Gesundheit.
Experten betonen den entscheidenden Unterschied zwischen automatisierten Antworten und der Betreuung durch qualifizierte Therapeuten, die Risiken einschätzen, emotionale Nuancen verstehen und eine individuell abgestimmte Behandlung anbieten können.
Kritiker warnen zudem davor, dass eine verstärkte Nutzung von KI zur emotionalen Unterstützung die Gefahr birgt, menschliche Beziehungen durch Technologie zu ersetzen.
Jugendvertreter argumentieren, dass gefährdete Jugendliche Zugang zu vertrauenswürdigen Erwachsenen und geschulten Fachkräften benötigen, die empathisch zuhören und angemessen intervenieren können, anstatt sich auf Algorithmen zu verlassen, die auf Basis von Datenmustern Antworten generieren.
Sicherheit und Regulierung bleiben ein weiteres wichtiges Anliegen.
Zwar sind einige KI-Systeme darauf ausgelegt, psychische Belastungen zu erkennen und externe Unterstützung vorzuschlagen, doch sind sie nicht für die Bewältigung schwerer psychischer Krisen gerüstet.
Experten warnen davor, dass Chatbots Warnsignale übersehen oder in Momenten akuter emotionaler Gefahr unzureichende Reaktionen geben könnten.
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