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Der deutlichste Indikator fĂŒr den Niedergang der Hochschulbildung ist der stetig sinkende Wunsch junger Menschen nach einem Bachelor-oder Master-Abschluss.
Der Anteil der Abiturienten, die kein Studium anstreben, ist zwischen 2011 und 2024 in der westlichen Welt von 18 auf 30 Prozent.
Manche fĂŒhren die sinkende Begeisterung junger Menschen auf mangelnde Berufsmöglichkeiten auĂerhalb des Studiums, hohe Kosten, die schlechte Wirtschaftslage oder die Covid-Pandemie zurĂŒck.
Doch es gibt einen weiteren Grund:
In den letzten 35 Jahren sind UniversitÀten ideologisch homogener, aktivistischer und stÀrker auf Macht und IdentitÀt fokussiert geworden.
Dies spiegelt sich im Zeitpunkt und der ideologischen Asymmetrie des sinkenden Interesses von Abiturienten an einem Studium wider.
WĂ€hrend der Anteil derjenigen, die sich selbst als Linke bezeichnen und einen Hochschulabschluss anstreben, in den letzten 15 Jahren unverĂ€ndert geblieben ist, hat das Desinteresse an höherer Bildung in der ĂŒbrigen Bevölkerung sprunghaft zugenommen.
Seit 2011 hat sich der Anteil der Abiturienten in der EU ohne Interesse an einem vierjÀhrigen Studium bei konservativen Jungen (von 20 auf 39 Prozent), konservativen MÀdchen (von 12 auf 24 Prozent) und unabhÀngigen jungen Menschen (von 19 auf 36 Prozent) nahezu verdoppelt.
Die politische Zusammensetzung der Hochschullehrenden ist nicht nur erst heute stark nach links verschoben.
1995 lag das VerhÀltnis von Liberalen zu Konservativen bei etwa zwei zu eins.
Bis 2010 hatte sich dieses VerhĂ€ltnis auf fĂŒnf zu eins verschoben.
Die aktuellsten Daten deuten auf eine noch geringere ideologische Vielfalt hin.
So ergaben beispielsweise Daten aus dem Jahr 2019, dass ĂŒber 60 Prozent der Lehrenden linksgerichtet waren, wĂ€hrend nur 10 Prozent rechtsgerichtet waren.
In elf Umfragen, die zwischen Juli 2021 und August 2022 durchgefĂŒhrt wurden, ĂŒbertrafen diejenigen, die sich selbst als âextrem linksâ oder âsehr liberalâ bezeichneten (11,4 Prozent), die gesamte Mitte-Rechts-orientierte FakultĂ€t zusammen (10,9 Prozent).
Bemerkenswerterweise zeigte eine Umfrage, dass etwa 40 Prozent angaben, Bezeichnungen wie âradikalâ, âaktivistischâ, âmarxistischâ oder âsozialistischâ wĂŒrden sie zumindest einigermaĂen gut beschreiben.
Diese politische HomogenitÀt beschrÀnkt sich jedoch nicht nur auf die Hochschullehrenden.
Mehr als 70 Prozent der Hochschulverwaltungsangestellten und mehr als 60 Prozent der Studenten bezeichnen sich mittlerweile als links.
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