Spirit Airlines bereitet sich auf die Einstellung des Flugbetriebs vor, nachdem ein letzter Versuch einer staatlichen Rettungsaktion aufgrund von Liquiditätsengpässen und Widerstand von Anleihegläubigern gescheitert ist.
Die Billigfluggesellschaft, die unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts steht, hatte sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit der Trump-Regierung über eine Finanzspritze von 500 Millionen US-Dollar befunden.
Die vorgeschlagene Finanzierung sollte im Austausch gegen Optionsscheine erfolgen, die der Regierung potenziell eine Beteiligung von bis zu 90 % an dem Unternehmen ermöglicht hätten.
Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierung und der Widerstand wichtiger Anleihegläubiger, die befürchteten, die Bedingungen würden ihren Interessen schaden, brachten die Bemühungen jedoch zum Scheitern.
Spirit wird den Flugbetrieb voraussichtlich heute am Samstag einstellen und plant, die Flugzeugflotte abzuwickeln und zu liquidieren.
Die Fluggesellschaft stand unter zunehmendem Druck, unter anderem durch jahrelange Verluste, starken Wettbewerb und einen drastischen Anstieg der Kerosinpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran.
Präsident Trump äußerte sich am Freitag im Weißen Haus zu der Situation und erklärte, er werde die Rettung von Arbeitsplätzen nur unter günstigen Bedingungen unterstützen.
„Wenn wir ihnen helfen können, werden wir es tun.
Aber wir müssen an erster Stelle stehen.
Wir sind die Ersten“, sagte Trump.
Der Billigflieger-Pionier, der 2006 mit seinem extrem günstigen Preismodell, Grundpreis plus Gebühren für fast alles, in den US-Markt eintrat, hatte sich in den letzten Monaten zurückgezogen.
Er konzentrierte sich auf wichtige Drehkreuze wie Detroit, Orlando und Fort Lauderdale und verkleinerte gleichzeitig seine Flotte.
Im Februar hielt Spirit einen Marktanteil von etwa 3,9 % im US-Inlandsflugverkehr, verglichen mit 5,1 % im Vorjahr.
Konkurrierende Fluggesellschaften greifen bereits ein.
American Airlines führte Preisobergrenzen für sich überschneidende Direktverbindungen ein, und United Airlines erklärte sich bereit, betroffenen Kunden und Mitarbeitern zu helfen.
Spirit verkaufte weiterhin Tickets, darunter auch stark reduzierte, obwohl die Zukunft des Unternehmens ungewiss war.
Die Schließung markiert ein jähes Ende für eine Fluggesellschaft, die einst eine Revolution im erschwinglichen Fliegen auslöste, letztendlich aber unter hohen Schulden und den sich verändernden Marktbedingungen zusammenbrach.
Sind Sie fit für die nähere Zukunft?
In Europa wartet ein völlig neues Zeitalter auf Sie, welches durch eine neue Ökonomie und den daraus resultierenden Auswirkungen auch Ihr Leben auf den Kopf stellen wird.