Laut einem AFP-Bericht unterstrich US-Präsident Donald Trump am Mittwoch, dem Abschlusstag des G7-Gipfels in Frankreich, unmissverständlich seine Autorität, während sich die Staats- und Regierungschefs zu entscheidenden Beratungen zusammenfanden.
Bei dem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Kurort Évian am Genfer See ausgerichteten Gipfel betrat Trump die Sitzung am Morgen der dreitägigen Veranstaltung erst, als die anderen Staats- und Regierungschefs bereits ihre Plätze eingenommen hatten.
Mit einer selbstbewussten Äußerung, die seine dominante Präsenz unterstrich, verkündete Trump:
„Ich bin der Boss.“
Die Bemerkung sorgte bei den Anwesenden aber nur für Gelächter.
Macron, der den Vorsitz des Treffens führte, reagierte sichtlich gut gelaunt mit der Frage:
„Wie geht es Ihnen?“
Trump antwortete:
„Gut, danke“, bevor er seinen Platz einnahm.
Dieser kurze Austausch verdeutlichte die oft theatralische Dynamik zwischen den beiden Staatschefs.
Trumps Einfluss prägte das gesamte Geschehen.
Der US-Präsident, der kurz zuvor keine dauerhafte Einigung zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran erzielt hatte und zudem seinen 80. Geburtstag feierte, nahm eine zentrale Rolle auf dem Gipfel ein.
Französische Regierungsvertreter zeigten sich erfreut darüber, dass Trump bis zum Ende blieb und das gemeinsame G7-Kommuniqué mittrug.
Das ist ein deutlicher Kontrast zu seiner vorzeitigen Abreise von einem früheren Gipfel in Kanada.
In einer bemerkenswerten diplomatischen Geste lud Macron Trump ein, nach Abschluss des Gipfels gemeinsam mit ihm im Schloss von Versailles bei Paris zu Abend zu essen.
Macron betonte, dass es sich bei dem Abend nicht um eine formelle „Gala“-Veranstaltung handeln werde.
Damit trug er dem Bestreben Rechnung, die engen Beziehungen zum amerikanischen Präsidenten zu pflegen und gleichzeitig eine Balance zu wahren.