In diesem Monat eröffnet die Alpha School ihre ersten beiden Privatschulen ohne menschliche Lehrkräfte in Edmond und Tulsa in den USA

In diesem Monat eröffnet die Alpha School ihre ersten beiden Privatschulen ohne menschliche Lehrkräfte in Edmond und Tulsa in den USA

Eine Kette von Privatschulen, die vollständig auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert, bereitet sich darauf vor, in wenigen Wochen in Oklahoma ihre Türen zu öffnen. 

Sie bietet ein Bildungsmodell an, das herkömmliche Klassenlehrer durch adaptive Software und erwachsene „Begleiter“ (Guides) ersetzt.

Laut einem Bericht von FOX8 eröffnet das „Alpha School“-Netzwerk im August Standorte in Edmond und Tulsa. 

Es verspricht, dass Schüler die wichtigsten Lerninhalte dank personalisierten KI-Unterrichts in nur zwei Stunden pro Tag meistern können.

Im Rahmen des Alpha-Modells beginnen die Schüler jeden Morgen an Laptops mit der Arbeit auf einer adaptiven Plattform namens „2 Hour Learning“. 

Das System vermittelt Lerninhalte in halbstündigen Blöcken.

Etwa in Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften und Sozialkunde und passt den Schwierigkeitsgrad in Echtzeit an den Fortschritt des jeweiligen Kindes an.

Am Nachmittag stehen praxisorientierte Workshops auf dem Programm, die sich auf Alltagskompetenzen, Unternehmertum und Projekte konzentrieren, von Programmieren bis hin zur Lösung realer Probleme.

 Die anwesenden Erwachsenen, die sogenannten „Guides“, erteilen keinen klassischen Unterricht. 

Ihre Rolle besteht vielmehr darin, den Lernfortschritt zu überwachen, die Schüler zu motivieren und die Nachmittags-Workshops zu leiten.

Das Schulgeld beträgt 40.000 US-Dollar pro Jahr, mehr als an jeder anderen Privatschule in Oklahoma. 

Gründungsfamilien erhalten in den ersten fünf Jahren einen Nachlass von 10.000 US-Dollar, wodurch sich die Kosten auf 30.000 US-Dollar reduzieren. 

Mit Stand Ende Juli waren am Standort Edmond 26 und am Standort Tulsa 32 Schüler angemeldet.

Alpha eröffnete seinen ersten Standort 2014 in Austin, Texas, und ist seitdem rasch gewachsen. 

Das Unternehmen behauptet, sein KI-gestützter Ansatz ermögliche es Schülern, doppelt so schnell zu lernen wie an herkömmlichen Schulen. 

Ein Alpha-Sprecher gab an, die durchschnittliche Punktzahl der Abschlussjahrgänge im SAT-Test liege bei 1545, während die Durchschnittsergebnisse bei den „Advanced Placement“-Prüfungen zwischen 4,2 und 4,4 lägen.

Doch nicht alle sind überzeugt. 

Die Abgeordnete Cyndi Munson erklärte, das Modell „untergräbt die Ernsthaftigkeit dessen, was den Beruf des Klassenlehrers ausmacht. 

Das ist sehr beunruhigend und sollte uns alle Sorgen bereiten.“

Erika Wright, eine Verfechterin des öffentlichen Bildungswesens, drückte es drastischer aus:

 „Für diese Kinder ist das eine Farce.“

Die „Guides“ verdienen jährlich zwischen 100.000 und 150.000 US-Dollar.

Eine staatliche Lehrbefugnis ist nicht erforderlich. 

Alpha rekrutiert Kandidaten mit unterschiedlichsten Hintergründen und unterzieht sie kognitiven Tests, Hintergrundüberprüfungen sowie einer Schulung in Austin, bevor sie an den jeweiligen Standorten eingesetzt werden.

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