Laut einem Bericht von Bloomberg bereiten sich Großbanken aktiv auf einen erheblichen Personalabbau vor, während sie den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in ihren Betriebsabläufen beschleunigen.
Einstiegspositionen waren lange Zeit das Tor zur Branche, aber sie werden drastisch reduziert, obwohl die Unternehmen ihr KI-Fachwissen aus denselben Talentpools schöpfen.
Angehende Finanzexperten wie Andre Bonnick, Student an der University of Warwick, sehen sich bereits in der frühesten Phase des Bewerbungsprozesses mit KI konfrontiert.
Bonnick verbringt Stunden damit, Antworten zu üben, die auf Schlüsselwörter aus Stellenanzeigen optimiert sind, und trainiert den Blickkontakt, nur um dann bei der ersten Vorauswahl nicht auf menschliche Personalverantwortliche, sondern auf eine KI-gestützte Software zu treffen.
Führungskräfte äußern sich offen zu den bevorstehenden Veränderungen.
Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, erklärte, die Technologie werde „Arbeitsplätze vernichten“.
Jane Fraser, CEO der Citigroup, merkte an, dass bestimmte Funktionen „nicht mehr benötigt“ würden, während John Waldron, Präsident von Goldman Sachs, traditionelle Arbeitsabläufe als „menschliches Fließband“ bezeichnete, das für die Automatisierung bereit sei.
Bill Winters, CEO von Standard Chartered, beschrieb den Wandel drastisch:
„Es geht nicht um Kostensenkungen, sondern darum, menschliches Kapital mit geringerer Wertschöpfung teilweise durch das Finanz- und Investitionskapital zu ersetzen, das wir einbringen.“
Später entschuldigte er sich für diese Äußerungen.
Berichten zufolge, so Debasish Patnaik von McKinsey’s QuantumBlack, reduzieren Banken die Zahl der neu eingestellten Junior-Analysten um bis zu zwei Drittel, während sie gleichzeitig etwa 62 % ihrer KI-Talente aus genau diesen Gruppen rekrutieren.
Es wird erwartet, dass die Zahl der Neueinstellungen von Hochschulabsolventen zwar sinkt, aber nicht gänzlich verschwindet, da die Branche Junior- Positionen als unverzichtbare Ausbildungsstationen für künftige Führungskräfte betrachtet.
Der Einsatz von KI erfolgt vorerst gezielt und konzentriert sich auf Bereiche wie Kundenservice, Transaktionsüberwachung und Handelskontrolle.
Die Citigroup führt KI-Avatare für die Beratung in der Vermögensverwaltung ein, und Barclays nutzt generative KI, um Millionen von Kundengesprächen zusammenzufassen.
Dies führt zu Effizienzsteigerungen, ohne dass in diesen Bereichen unmittelbar Arbeitsplätze wegfallen.
Für Beschäftigte auf allen Ebenen herrscht aber dennoch Ungewissheit.
Insbesondere die Positionen im „Middle Office“ gelten als anfällig für diese Automatisierungswelle.
Während einige Führungskräfte über Umschulungen diskutieren, bleibt die praktische Umsetzung unklar, und es bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich möglicher Diskriminierungsrisiken bei Entlassungen.
Viele Absolventen sehen sich mit einem schwierigeren Einstieg in die Branche konfrontiert, was einige dazu veranlasst, den Berufseinstieg durch ein weiteres Studium hinauszuzögern.
Doch dies ist die falsche Entscheidungen.
Es gibt genügend Arbeitsplätze, welche noch lange nicht mit der KI bedient werden können.
Wir helfen Ihnen dabei gerne.