Laut einem Bericht von GM Authority enthüllte Präsident Donald Trump, dass Führungskräfte von Ford und General Motors ihn dazu drängten, einen Gesetzentwurf zu unterstützen, der die Möglichkeiten der Amerikaner zur eigenständigen Reparatur ihrer Fahrzeuge einschränken würde.
Diese überraschende Äußerung fiel während einer Veranstaltung im Oval Office am 4. Juni, bei der es eigentlich um die Modernisierung von Kohlekraftwerken ging.
Trump lenkte das Gespräch dabei auf ein kürzliches Treffen mit Spitzenvertretern der Automobilindustrie.
Trump schilderte das Treffen, an dem Vertreter von GM und Ford sowie Roger Penske, der Vorsitzende der Penske Corporation, teilnahmen, als eine Zusammenkunft, bei der sich die Autohersteller für neue Beschränkungen aussprachen.
Er äußerte sich erstaunt über dieses Anliegen.
„Ich sagte ihnen, dass ich von so etwas noch nie gehört hätte“, berichtete Trump und bezeichnete den Vorschlag als ungewöhnlich.
Die Aussagen beleuchten einen anhaltenden Konflikt in der Automobilbranche rund um das Thema „Recht auf Reparatur“ (Right to Repair).
Zwar haben Verbraucher rechtlich gesehen schon lange das Recht, ihre Autos selbst zu reparieren, doch die hochentwickelte Elektronik, Software und die Diagnosesysteme moderner Fahrzeuge erschweren unabhängige Reparaturen.
Autohersteller führen Sicherheits- und Datenschutz- bedenken als Gründe für die Kontrolle des Zugangs zu Fahrzeugdaten an; sie argumentieren, dies schütze die Eigentümer vor potenziellen Sicherheitslücken.
Unabhängige Werkstätten und Verbraucherschützer halten dagegen, dass ein eingeschränkter Zugang die Kosten in die Höhe treibe und den Wettbewerb behindere, wodurch Autobesitzer gezwungen seien, sich an Vertragswerkstätten zu wenden.
Ford bestätigte, dass Andrew Frick, verantwortlich für die Geschäftsbereiche Ford Blue und Ford Model e, am 3. Juni an einem entsprechenden Treffen im Weißen Haus teilgenommen hatte.
Nähere Angaben zu den Gesprächen oder der Haltung des Unternehmens wurden jedoch nicht gemacht.
Trump erwähnte zudem eine nicht verifizierte Behauptung, wonach eine Person zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden sei, weil sie ihr eigenes Fahrzeug repariert habe.
Ein konkreter Fall wurde dabei jedoch nicht genannt.
Einzelheiten zu einer möglichen Gesetzgebung sind unklar, da bislang weder ein öffentlicher Gesetzentwurf noch eine offizielle Bestätigung seitens der Autohersteller vorliegen.
Die Enthüllung hat bei Fahrzeugbesitzern und -enthusiasten, die die eigenständige Reparatur als grundlegende Freiheit betrachten, für Unruhe gesorgt.
Angesichts der immer komplexer werdenden Fahrzeugtechnik und der sich verschärfenden Debatte beobachten viele aufmerksam, ob solche Beschränkungen tatsächlich an Bedeutung gewinnen.
Vorerst stützt sich die Meldung allein auf Trumps Schilderung des vertraulichen Treffens, was bei Autofahrern und unabhängigen Mechanikern Sorge hinsichtlich künftiger Einschränkungen bei der Wartung eigener Fahrzeuge auslöste.