Der Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport hat mit obligatorischen Gesundheitskontrollen für US-Bürger begonnen, die aus drei afrikanischen Ländern einreisen, welche besonders schwer von einer sich ausbreitenden Ebola-Epidemie betroffen sind.
Das Programm, das am Samstag in Kraft trat, richtet sich an Reisende aus der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und dem Südsudan.
Damit reagieren Bundes- und Kommunalbehörden auf den dringenden Versuch, einen seltenen Stamm des Virus einzudämmen, der im Ausland bereits mindestens 220 Menschenleben gefordert hat.
Die Passagiere müssen Gesundheitsfragebögen ausfüllen und sich Temperaturmessungen unterziehen, bevor sie den geschäftigen internationalen Verkehrsknotenpunkt passieren dürfen.
Wer die erste Kontrollstufe erfolgreich durchläuft, unterliegt anschließend einer 21-tägigen Überwachung auf Symptome durch das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Bundesstaates.
Die Behörden achten dabei genau auf Anzeichen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall und Blutungen.
Bei Verdachtsfällen erfolgt eine sofortige Weiterleitung an spezialisierte Einrichtungen, wie etwa das Emory University Hospital.
Die Kontrollen, die in Zusammenarbeit mit der CDC (Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention) und der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde durchgeführt werden, stellen die jüngste Ausweitung einer nationalen Initiative dar, die ursprünglich an den Flughäfen Washington Dulles und Houston Bush Intercontinental begonnen hatte.
Der Montag markierte den dritten vollen Betriebstag dieser Maßnahmen am Flughafen Atlanta.
Angesichts der Tatsache, dass sich Atlanta auf den Empfang tausender internationaler Fußballfans zur bevorstehenden Weltmeisterschaft vorbereitet, betonen Gesundheitsexperten die Wichtigkeit dieser mehrstufigen Schutzvorkehrungen.
Dr. Robin Dretler, Spezialist für Infektionskrankheiten, hob insbesondere die proaktiven Maßnahmen an den wichtigsten Einreisepunkten hervor.
Der Infektiologe Dr. Barney Graham wies auf das vergleichsweise geringe Risiko einer zufälligen Ansteckung hin.
„Es handelt sich nicht um ein Virus, das sich so leicht überträgt wie COVID.
Das Coronavirus verbreitet sich mühelos über die Atemluft.
Ebola hingegen erfordert engen Körperkontakt“, erklärte er.
Captain Satish Pillai (M.D.), der den zuständigen Gesundheitsteams des Bundes angehört, formulierte das Ziel des Programms wie folgt:
„Wir bieten den Reisenden eine medizinische Einschätzung sowie, auf der Grundlage dieser Untersuchung, konkrete Handlungsempfehlungen für ihre weitere Reise.“