Einem Bericht der Zeitung „The Mirror“ zufolge deuten Wettervorhersagemodelle darauf hin, dass in Teilen Europas im weiteren Verlauf dieses Monats Temperaturen von bis zu 50 °C erreicht werden könnten.
Was möglicherweise den heißesten jemals auf dem Kontinent gemessenen Tag bedeuten würde.
Zu den Ländern, in denen Prognosen zufolge neue nationale Temperaturrekorde aufgestellt werden könnten, zählen Spanien, Portugal und Frankreich.
Dies schürt angesichts des ohnehin schon extremen Sommers die Sorgen bei Einwohnern und Touristen.
Europa wurde in diesem Jahr bereits mehrfach von Hitzewellen erfasst, und die neuesten Prognosen deuten auf noch extremere Bedingungen vor Monatsende hin.
Während das Vereinigte Königreich gerade seine dritte Hitzewelle der Saison hinter sich hat und bereits ein erneuter Temperaturanstieg droht, verstärken sich ähnliche Wetterlagen auf dem gesamten Kontinent.
Modelldaten des Global Forecasting System (GFS) verdeutlichen die erheblichen Risiken für Reisende in Südeuropa.
In Portugal könnten die Temperaturen im südlichen Landesinneren am 28. Juli auf extreme 50 °C klettern.
Damit würde der bisherige europäische Hitzerekord von 48,8 °C, gemessen im August 2021 nahe Syrakus auf Sizilien, übertroffen.
Der aktuelle nationale Höchstwert Portugals liegt bei 47,4 °C, gemessen im Jahr 2003 in Amareleja.
Während an den Küstenorten etwas niedrigere Spitzenwerte um die 45 °C erwartet werden, könnten viele Regionen im Süden des Landesinneren die 48-Grad-Marke überschreiten.
Für Spanien liegen ähnlich alarmierende Prognosen vor:
Im Südwesten, einschließlich des beliebten Reiseziels Sevilla, könnten am selben Tag Temperaturen von bis zu 49 °C erreicht werden.
Der derzeitige spanische Rekord liegt bei 47,6 °C, gemessen 2021 in La Rambla (Provinz Córdoba).
In Frankreich sagen die GFS-Modelle voraus, dass die Temperaturen im südlichen und südwestlichen Landesinneren den bisherigen nationalen Höchstwert von 46 °C (gemessen 2019 in Vérargues) übertreffen könnten.
Prognosen deuten darauf hin, dass bereits am 31. Juli nahe der Atlantikküste, unter anderem im Raum Bordeaux, Temperaturen von 47 °C möglich sind.
Karten zu Temperaturabweichungen für Ende Juli zeichnen ein besorgniserregendes Bild:
Große Gebiete in Portugal, Spanien, Frankreich und Italien sind dunkelrot und schwarz markiert, was auf Bedingungen weit über dem jahreszeitlichen Durchschnitt hinweist.
Diese extreme Hitze tritt zu einem Zeitpunkt auf, an dem Spanien mit anhaltender Waldbrandgefahr zu kämpfen hat.
Am Wochenende ordneten die Behörden Evakuierungen in Zentral- und Nordostspanien an, da in der Provinz Guadalajara sowie nahe Saragossa Großbrände ausgebrochen waren.
Diese Vorfälle folgen auf verheerende Brände im Süden Spaniens, bei denen zuvor 13 Menschen ums Leben gekommen waren.