Laut einem AFP-Bericht hat ein japanisches Unternehmen aus Hokkaido Schwierigkeiten, die Bestellungen für seine animatronischen „Monsterwolf“-Roboter zu bewältigen.
Diese Roboter sollen Bären und andere Wildtiere abschrecken, nachdem die Zahl tödlicher Bärenbegegnungen im ganzen Land dramatisch angestiegen ist.
Die furchterregend aussehenden Geräte mit blinkenden roten Augen, Heulen und bedrohlichem Knurren haben sich zu einer gängigen Lösung entwickelt, da die Konflikte zwischen Mensch und Bär alarmierende Ausmaße angenommen haben.
Ohta Seiki, das Unternehmen hinter den Robotern, hat in diesem Jahr bereits rund 50 Bestellungen erhalten.
Mehr als im üblichen Jahresdurchschnitt.
Hauptsächlich von Landwirten, Golfplatzbetreibern und Bauarbeitern im ländlichen Raum.
Firmenchef Yuji Ohta beschrieb die Produktionsengpässe drastisch:
„Wir fertigen sie in Handarbeit.
Wir können sie momentan nicht schnell genug produzieren.
Wir bitten unsere Kunden, zwei bis drei Monate zu warten.“
Im vergangenen Jahr wurden in Japan 13 Menschen von Bären getötet, mehr als doppelt so viele wie bisher.
Die Zahl der Bärensichtungen im ganzen Land überstieg 50.000.
Das war ebenfalls ein neuer Höchststand.
Es wurde fast täglich berichtet, dass die Tiere in Häuser eindrangen, sich Schulen näherten und Supermärkte sowie heiße Quellen störten.
Die Behörden erlegten die Rekordzahl von 14.601 Bären, fast dreimal so viele wie im Vorjahr.
In einigen nördlichen Gebieten wurden im April, als die Bären aus dem Winterschlaf erwachten, mehr als viermal so viele Sichtungen registriert.
Der „Monsterwolf“ steht auf einem mit Kunstfell bespannten Rohrgestell und ist mit Lautsprechern ausgestattet, die bis zu einem Kilometer weit hörbar sind, Sensoren, Solarzellen und blauen LED-Rücklichtern.
Er dreht seinen Kopf und gibt über 50 aufgezeichnete Geräusche von sich, darunter auch menschliche Stimmen.
Das System, das ab etwa 4.000 US-Dollar erhältlich ist, wurde 2016 ursprünglich zum Schutz von Nutzpflanzen vor Hirschen und Wildschweinen eingeführt, hat aber angesichts der Bären Krise stark an Bedeutung gewonnen.
Ohta bemerkte ein gestiegenes Bewusstsein:
„Das Bewusstsein für die Sicherheit im Umgang mit Bären und für Maßnahmen gegen Wildschäden hat sich verbessert.
Es gab auch eine wachsende Erkenntnis, dass unser Produkt im Umgang mit Bären wirksam ist.“
Das Unternehmen entwickelt derzeit fahrbare Versionen für Verfolgungs- und Patrouilleneinsätze sowie ein tragbares Modell für Wanderer und Kinder und prüft gleichzeitig die Integration von KI.
„Wir wollten unsere Fertigungskompetenz nutzen, um unseren Beitrag im Kampf gegen Bären zu leisten“, sagte Ohta.