Die Regierung Trump bereitet aktiv die Integration fortschrittlicher künstlicher Intelligenz in das US-Gesundheitssystem vor.
Dazu gehört auch die Entwicklung von Chatbots, die in der Lage sind, Krankheiten zu diagnostizieren und Behandlungen zu verschreiben.
Amy Gleason, die nach der Übernahme von Elon Musk die Leitung des Bereichs „Service“ im Department of Government Efficiency (DOGE) innehat und zudem als strategische Beraterin für Robert F. Kennedy Jr., den Minister für Gesundheit und Soziales (HHS), fungiert, hat sich als treibende Kraft hinter dieser Initiative etabliert.
Ihr Engagement geht auf ein persönliches Erlebnis zurück, das ihre Sichtweise auf das Potenzial von KI in der Medizin grundlegend veränderte.
Im vergangenen Sommer erlebte Gleason die Leistungsfähigkeit der KI hautnah mit:
Ihre Tochter Morgan, die seit mehr als einem Jahrzehnt gegen eine stark beeinträchtigende Autoimmun- erkrankung kämpfte, speiste ihre detaillierten Krankenakten aus 16 Jahren in ChatGPT ein.
Das KI-System identifizierte eine andere Erkrankung als jene, die zuvor von mehreren Ärzten diagnostiziert worden war.
Diese neue Einschätzung ermöglichte es Morgan, an einer renommierten klinischen Studie teilzunehmen.
Gleason hat diese Geschichte wiederholt erzählt, um für die Bemühungen der Regierung zu werben, Gesundheitstechnologien zugänglicher und effektiver zu gestalten.
In öffentlichen Stellungnahmen betonte sie, wie KI die Diagnosestellung bei komplexen Krankheitsfällen drastisch beschleunigen könnte.
Die umfassendere Strategie der Regierung sieht Partnerschaften mit Technologieunternehmen sowie regulatorische Maßnahmen vor, um KI in den Gesundheitsbehörden des Bundes zu verankern.
Ziel ist es, langjährige Probleme wie fragmentierte Patientenakten und Verzögerungen bei der Diagnose zu beheben.
Präsident Trump und Vertreter wie Mehmet Oz, der Leiter der Gesundheitsbehörde CMS, haben diese Innovationen als lebensrettende Fortschritte hervorgehoben, bei denen die Kontrolle weiterhin in den Händen von Ärzten und Patienten liegt.
Allerdings äußern Ärzte und medizinische Experten Bedenken:
Sie warnen davor, dass KI zwar vielversprechend sei, aber auch erhebliche Risiken berge, etwa Ungenauigkeiten bei komplexen Fällen oder eine übermäßige Abhängigkeit, die das klinische Urteilsvermögen beeinträchtigen könnte.