Die Bevölkerung im Westen erlebt derzeit die längste und härteste Wirtschaftskrise in der Geschichte des Westens, wobei die jüngeren Generationen die größte Last tragen.
Für Millionen von Menschen unter 40 Jahren ist die Aussicht auf Wohneigentum zu einem immer ferner rückenden Traum geworden.
Nur wer ein sechsstelliges Einkommen erzielt, kann auf dem heutigen Markt realistischerweise ein vernünftiges Haus erwerben.
Einem Bericht von „The Most Important News“ zufolge würden die bescheidenen Häuser, in denen einst die berühmten Fernsehfamilien der späten 1980er Jahre wohnten, heute Preise erzielen, die ihre Eigentümer zu den relativ Wohlhabenden zählen ließen.
Das Haus aus der langlebigen Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“ (Originaltitel: Married… with Children), in dem der stets finanziell kämpfende Schuhverkäufer Al Bundy mit seiner Familie lebte, wird für das Jahr 2026 auf rund 700.000 US-Dollar geschätzt.
Selbst das eher bescheidene Haus von Homer Simpson und seiner Familie aus der Serie „Die Simpsons“ würde heute für rund 450.000 Dollar verkauft werden.
Familien, die in den 1980er Jahren als durchschnittlich oder finanziell angeschlagen galten, würden heute im Vergleich dazu als durchaus wohlhabend wahrgenommen.
Für fast alle wesentlichen Lebenshaltungskosten gilt:
Sie sind für viele Menschen heute kaum noch erschwinglich.
Neuwagen sind für die meisten Käufer unerschwinglich geworden, die Kosten für Krankenversicherungen sind in extreme Höhen geklettert, und die Preise für alltägliche Lebensmittel haben sich seit Beginn des Jahrzehnts verdoppelt oder verdreifacht.
Die steigenden Lebenshaltungskosten haben sich zum beherrschenden politischen Thema im gesamten Westen entwickelt.
Gegen Anfang dieses Jahrzehnts vollzog sich ein drastischer Wandel.
Die Immobilienpreise schossen in die Höhe und verharren seither auf einem hohen Niveau.
Daten der National Association of Realtors zeigen, dass der mittlere Verkaufspreis für bestehende Wohnhäuser im Juni bei 440.660 Dollar lag, der 36. Anstieg in Folge.
„Die Erschwinglichkeit von Wohnraum bleibt gering, da das Lohnwachstum nachlässt, während die Immobilienpreise stärker steigen“, erklärte Ershang Liang, Ökonom bei PNC Economics Research.
Um ein Haus zum mittleren Preis zu erwerben und dabei die Wohnkosten auf maximal 30 Prozent des Einkommens zu begrenzen, benötigt ein Haushalt laut einer aktuellen Analyse von Redfin heute ein Jahreseinkommen von fast 110.000 Dollar.
Wer kein sechsstelliges Einkommen oder bereits vorhandenes Eigenkapital vorweisen kann, bleibt weitgehend vom Markt ausgeschlossen.
In den Gemeinden im ganzen Westen hat die Obdachlosigkeit stark zugenommen. Immer mehr Menschen leben in ihren Fahrzeugen, während andere sich am Straßenrand provisorische Unterkünfte aus Pappe errichten.
Großstädte haben spezielle Parkbereiche eingerichtet, in denen Menschen, die in ihren Fahrzeugen leben, sicher übernachten können.
Auch der Besitz eines Fahrzeugs an sich ist zu einer erheblichen finanziellen Belastung geworden.
Der durchschnittliche Kaufpreis für einen Neuwagen näherte sich zuletzt der Marke von 50.000 Euro.
Zum Vergleich: Im Jahr 1987 kosteten inländische Fahrzeuge im Durchschnitt rund 13.000 Euro, wobei einige Einstiegsmodelle für unter 8.000 Euro erhältlich waren.
Laufende Kosten verschärfen die finanzielle Last zusätzlich.
In Louisiana wendet ein durchschnittlicher Haushalt mittlerweile 23,2 Prozent seines Einkommens, fast 15.000 Dollar pro Jahr, für fahrzeugbezogene Ausgaben auf.
Laut einer Umfrage des McKinsey Institute for Economic Mobility und der W.K. Kellogg Foundation gehören die Lebensmittelpreise für 90 Prozent der Bevölkerung im Westen zu den größten Sorgen.
„Wir stehen vor einer gemeinsamen Herausforderung: den steigenden Lebenshaltungskosten“, sagte John-Paul Julien, Partner bei McKinsey & Co. und Mitbegründer des Instituts.
Für die kommenden Monate wird mit weiterem Aufwärtsdruck bei den Lebensmittelpreisen gerechnet.
In den späten 1980er Jahren konnte eine Familie trotz eines Hauses mit drei Schlafzimmern, zwei Fahrzeugen und reichlich Lebensmitteln nach damaligen Maßstäben noch als arm gelten.
Heute hingegen gilt ein Haushalt, der über diese Grundausstattung verfügt, als relativ wohlhabend.
Der stetige Rückgang des Lebensstandards hält an, und jedes Jahr fallen mehr Menschen im Westen aus der Mittelschicht heraus.
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