Einem neuen Bericht von „The Conversation“ zufolge wirft eine neue Welle von Spielzeugen mit künstlicher Intelligenz, darunter Chatbot-Teddybären, die von generativen KI-Modellen wie ChatGPT gesteuert werden, ernsthafte Sicherheitsbedenken für kleine Kinder auf.
Forscher, die sechs dieser interaktiven Plüschtiere über mehrere Monate hinweg testeten, stießen auf erhebliche Probleme hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Geräte mit Kindern, teils im Alter von nur drei Jahren, interagieren.
Dies könnte deren gesunde Entwicklung potenziell beeinträchtigen.
Die Studie unter der Leitung von Tama Leaver und Suzanne Srdarov von der Curtin University sowie Katrin Langton von der Deakin University beleuchtet Spielzeuge wie den „ChattyBear“, der Kinder mit großer Begeisterung begrüßt.
Diese Geräte vermarkten sich selbst als pädagogische Begleiter, die endlose Unterhaltungen, das Erzählen von Geschichten, Spiele und Diskussionen über die Welt bieten .
Und das alles ganz ohne die herkömmliche „Bildschirmzeit“.
Eine der größten Warnungen bezieht sich darauf, wie diese Spielzeuge konzipiert sind, um „menschlich zu klingen“.
Die Forscher stellten fest, dass viele dieser Spielzeuge eine schmeichelhafte und übermäßig gefällige Sprache verwenden, die ein künstliches Gefühl von Vertrauen und Nähe erzeugt.
Kleine Kinder, denen es möglicherweise schwerfällt zu begreifen, dass das Spielzeug nicht wirklich lebendig oder ein echter Freund ist, können dadurch intensive emotionale Bindungen aufbauen.
Funktionen für „unendliche Chats“ verkomplizieren die Situation zusätzlich, da sie es den Kindern erschweren, sich vom Gerät abzuwenden.
Das ist ein Phänomen, das an die Bedenken im Zusammenhang mit dem „Endlos-Scrollen“ in sozialen Medien erinnert.
Zudem speisen diese ausgedehnten Interaktionen persönliche Äußerungen der Kinder in Datensysteme ein, die möglicherweise zur Schulung künftiger KI-Modelle verwendet werden.
Der Bericht betont die potenziellen Langzeitfolgen für die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern.
„Die Kindheit ist eine entscheidende Phase, in der junge Menschen jene sozialen und emotionalen Kompetenzen entwickeln, die sie benötigen, um vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und zu pflegen“, betonen die Autoren.
Sie warnen davor, dass eine starke Abhängigkeit von diesen „reibungslosen“ KI-Begleitern essenzielle menschliche Interaktionen verdrängen und im Laufe der Zeit zu zunehmender Einsamkeit beitragen könnte.