Diese Schicht liegt zwischen der Erdkruste und dem oberen Erdmantel, eine ungewöhnliche Position, die traditionellen Modellen der Ozeangeologie widerspricht.
Normalerweise geht die ozeanische Kruste ohne eine solch groĂe Zwischenstruktur direkt in Mantelgestein ĂŒber.
Forscher machten diese Entdeckung mithilfe seismischer Bildgebungsverfahren.
Durch die Analyse der Ausbreitung seismischer Wellen von entfernten Erdbeben durch die Erde unter Bermuda konnten Wissenschaftler VerÀnderungen in Wellengeschwindigkeit und -richtung feststellen.
Diese Variationen offenbarten die Existenz einer dichten, aber aufsteigenden Gesteinsmasse, die tief unter der Insel verborgen liegt.
Diese Entdeckung stellt langjĂ€hrige Annahmen darĂŒber in Frage, wie ozeanische Inseln entstehen und sich an der OberflĂ€che halten.
Die meisten angehobenen Bereiche des Meeresbodens sind mit aktiven vulkanischen Hotspots verbunden, die die Kruste durch Hitze und Magmafluss nach oben drĂŒcken.
Bermudas vulkanische AktivitĂ€t endete jedoch vor ĂŒber 30 Millionen Jahren, und es gibt heute keine Hinweise auf einen aktiven Hotspot unter der Region.
Trotzdem ist der umliegende Meeresboden ungewöhnlich hoch, ein RÀtsel, das Geologen seit Jahrzehnten beschÀftigt.
Wissenschaftler vermuten nun, dass diese dicke Gesteinsschicht fĂŒr diese Anhebung verantwortlich sein könnte.
Die Struktur besteht vermutlich aus abgekĂŒhltem Magma, das eine geringere Dichte als das umgebende Mantelgestein aufweist.
Da es leichter ist, sorgt die massive Formation fĂŒr Auftrieb unter der Erdkruste und wirkt so wie eine geologische StĂŒtzplattform, die Bermuda und den umliegenden Meeresboden anhebt.
Der Ursprung dieser Struktur liegt vermutlich in Bermudas vulkanischer Vergangenheit.
Man geht davon aus, dass bei frĂŒheren AusbrĂŒchen groĂe Mengen geschmolzenen Materials aus dem Erdinneren nach oben drangen, aber unter der Erdkruste eingeschlossen wurden.
Ăber Millionen von Jahren kĂŒhlte dieses Magma ab und erstarrte zu der gewaltigen Gesteinsschicht, die nun durch seismische Analysen entdeckt wurde.
Neben der ErklĂ€rung der ungewöhnlichen geologischen Merkmale Bermudas hat diese Entdeckung weitreichendere Implikationen fĂŒr die Geowissenschaften.
Sie deutet darauf hin, dass der innere Aufbau ozeanischer Platten komplexer sein könnte als bisher angenommen und dass Àhnliche verborgene Formationen auch anderswo unter den Weltmeeren existieren könnten.
Es bleibt also weiterhin spannend, bis das RÀtsel vom Bermuda-Dreieck vollstÀndig gelöst ist.
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