Privacy Policy Wie man eine europäische Energiekrise vorbereitet hat und der eigenen Bevölkerung erzählt, dass die Russen an allem schuld sind – AG News

Wie man eine europäische Energiekrise vorbereitet hat und der eigenen Bevölkerung erzählt, dass die Russen an allem schuld sind

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Das nennt man heutzutage übrigens Politik.

Früher nannte man das Wegelagerei und Plünderung.

Was die EU-Kommission und die Minister in Deutschland und in der EU sorgfältig verschweigen, das ist der Wandel, den sie bei der heutigen Entwicklung des Erdgaspreises selbst herbeigeführt haben.

Fast zwei Jahrzehnte lang hat die EU-Kommission, unterstützt von Megabanken wie JP MorganChase oder großen spekulativen Hedgefonds, damit begonnen, die Grundlagen für die heutige vollständige Deregulierung des Erdgasmarktes zu legen.

Es wurde als „Liberalisierung“ des Erdgasmarktes der Europäischen Union propagiert.

Was es jetzt jedoch erlaubt, das ist der unregulierte Handel auf dem freien Markt in Echtzeit, um Preise statt langfristiger Verträge festzulegen.

Und diese manipulierten Preise sind logischerweise immer sehr hoch.

Wer hätte das nur gedacht?

Ab etwa 2010 begann die EU, eine radikale Änderung der Regeln für die Preisgestaltung von Erdgas voranzutreiben.

Vor diesem Zeitpunkt wurden die meisten Gaspreise mit langfristigen Verträgen für die Lieferung mit der Pipeline festgelegt.

Der größte Lieferant, die russische Gazprom, belieferte die EU, insbesondere Deutschland durch langfristige, an den Ölpreis gekoppelte Verträge mit Gas.

Bis in die letzten Jahre hinein wurde fast kein Gas von LNG-Schiffen importiert.

Mit einer Änderung der US-Gesetze, die den Export von LNG aus der riesigen Schiefergasproduktion im Jahr 2016 erlaubten, begannen die US-Gasproduzenten mit einer erheblichen Ausweitung des Baus von LNG-Exportterminals.

Der Bau der Terminals dauert durchschnittlich 3 bis 5 Jahre.

Insofern war es eine völlig verlogene Politik, von einem Wechsel zu LNG für diesen Winter auch nur zu sprechen.

Gleichzeitig begannen Polen, Holland und andere EU-Länder mit dem Bau von LNG-Importterminals, um das LNG aus dem Ausland zu beziehen.

Aus dem Zweiten Weltkrieg als weltweit führender Öllieferant hervorgegangen, schufen die angloamerikanischen Ölgiganten, die damals die Sieben Schwestern hießen, ein globales Ölpreismonopol.

Wie Henry Kissinger während der Ölkrisen der 1970er Jahre feststellte:

„Kontrolliere das Öl und du kontrollierst ganze Nationen.“

Seit den 1980er Jahren schufen Wall-Street-Banken, angeführt von Goldman Sachs, einen neuen Markt für „Papieröl“ oder Futures- und einen Derivatehandel mit zukünftigen Ölfässern.

Und der fliegt gerade in Zeitlupe in die Luft.

Daraus entstand ein riesiges Casino mit Spekulationsgewinnen, das von einer Handvoll riesiger Banken in New York und der City of London kontrolliert wurde.

Dieselben mächtigen Finanzinteressen arbeiten seit Jahren daran, einen ähnlichen globalisierten „Papiergas“-Markt für Terminkontrakte zu schaffen, die sie kontrollieren können.

Die EU-Kommission und ihre Green-Deal-Agenda zur „Dekarbonisierung“ der Wirtschaft bis 2050 und zur Abschaffung von Öl-, Gas- und Kohlebrennstoffen stellten die ideale Falle dar, die seit 2021 zu dem explosionsartigen Anstieg der EU-Gaspreise geführt hat.

Kein Schwein interessiert auch nur mit seinem Hintern für Klima- oder Umweltschutz.

Wie dumm muss man eigentlich sein, um einem grünen Porschefahrer sein Geschwafel über den Umweltschutz zu glauben?

Um diesen „Binnenmarkt“ zu schaffen, wurde die EU von den globalistischen Interessen dazu gedrängt, Gazprom drakonische und de facto illegale Regeländerungen aufzuerlegen.

Damit wollte man den russischen Eigentümer verschiedener Netze von Gaspipelines in der EU zwingen, sie für konkurrierendes Gas zu öffnen.

Die Großbanken und Energiekonzerne, welche die EU-Politik in Brüssel kontrollieren, hatten parallel zu den von ihnen nicht kontrollierten, langfristig stabilen Preisen für russisches Gas aus der Pipeline ein neues unabhängiges Preissystem geschaffen.

Bis 2019 erlaubte eine Reihe von bürokratischen Energierichtlinien der Brüsseler EU-Kommission dem vollständig deregulierten Gasmarkthandel, de facto die Preise für Erdgas in der EU zu bestimmen, obwohl Russland immer noch die mit Abstand größte Gasimportquelle war.

In mehreren EU-Ländern wurde eine Reihe von virtuellen Handels-„Zentren“ eingerichtet, um mit Gas-Futures-Kontrakten zu handeln.

Bis 2020 war die niederländische TTF (Title Transfer Facility) der dominierende Handelsplatz für EU-Gas, die sogenannte EU-Gas-Benchmark.

Insbesondere ist TTF eine virtuelle Plattform für den Handel mit Gas-Futures-Kontrakten zwischen In-Trades zwischen Banken und anderen Finanzinvestoren, „Over-The-Counter“(Ladentisch ohne staatliche Kontrolle).

Das bedeutet, dass dieser Handel de facto völlig unreguliert ist, d.h. außerhalb einer regulierten Börse.

Ein Schwarzmarkt und das auf höchster Ebene.

Dies ist entscheidend, um das Spiel zu verstehen, das heute in der EU gespielt wird.

Die NATO plant eine Gaspipeline von Algerien bis nach Mitteleuropa.

Was hat die NATO denn mit Erdgas zu tun?

Nichts, aber auch überhaupt nichts und das sollte Ihnen an dieser Stelle langsam zu denken geben.

Im Jahr 2021 waren nur 20 % aller Erdgasimporte in die EU LNG-Gas, dessen Preise weitgehend von Termingeschäften im TTF-Netz bestimmt wurden, dem EU-De-facto-Gas-Benchmark.

Es gehört übrigens der niederländischen Regierung, die gleichzeitig ihre Landwirte vernichtet, weil diese angeblich die Umwelt mit Stickstoff verschmutzen.

Wie kann man mit einem funktionierenden Gehirn und einem Schulabschluss oberhalb der Baumschule diesen Stickstoffschwindel glauben?

Der größte Importanteil des europäischen Gases stammte von der russischen Gazprom, die im Jahr 2021 mehr als 40 % der EU-Importe lieferte.

Dieses Gas wurde über langfristige Pipeline-Verträge geliefert, deren Preis weit unter dem heutigen TTF-Spekulationspreis lag.

Ein günstiger Preis ist übrigens der Sinn langfrstiger Verträge oder handeln Sie Ihre Miete etwa täglich neu aus?

Und genau das findet hier statt.

Wie würde man das bezeichnen?

Saudumm ist in diesem Kontext noch als Kompliment zu verstehen.

Im Jahr 2021 zahlten die EU-Staaten deshalb geschätzte Mehrkosten von rund 30 Milliarden US-Dollar zusätzlich für Erdgas im Jahr 2021, als wenn sie sich an die Ölpreisbindung von Gazprom gehalten hätten.

Die Banken liebten so etwas logischerweise, denn nur auf diese Weise können Sie einen Lamborghini fahren.

Die US-Industrie und die Verbraucher fanden das hingegen nicht ganz so prickelnd.

Nur durch die Zerstörung des russischen Gasmarktes in der EU konnten die Befürworter des Green Deal ihre LNG-Marktkontrolle schaffen.

Erstaunt sie das?

Mit voller EU-Unterstützung für den neuen Gasgroßhandelsmarkt begannen Brüssel, Deutschland und die NATO systematisch, stabiles, langfristiges Pipeline-Gas in die EU zu holen.

Nachdem Algerien im August 2021 die diplomatischen Beziehungen zu Marokko wegen umstrittener Gebiete abgebrochen hatte, kündigte Algerien an, dass die 1996 in Betrieb genommene Gaspipeline Maghreb-Europe (MGE) am 31. Oktober 2021 ihren Betrieb einstellen würde, weil das entsprechende Abkommen auslief.

Im September 2021 stellte Gazprom seine milliardenschwere Unterwasser-Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland über die Ostsee nach Norddeutschland fertig.

Es würde die Kapazität von Nord Stream 1 auf 110 Milliarden Kubikmeter jährlich verdoppeln und es Gazprom ermöglichen, unabhängig von Störungen der Gaslieferungen über seine Sojus-Pipeline durch die Ukraine zu werden.

Die EU-Kommission blockierte mit Unterstützung der Biden-Administration die Eröffnung der Pipeline mit bürokratischer Sabotage, und schließlich verhängte Bundeskanzler Scholz am 22. Februar eine Sanktion gegen die Pipeline wegen der russischen Anerkennung der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Luhansk.

Erkennen Sie als Monsieur Poirot langsam ein Muster?

Angesichts der wachsenden Gaskrise hat sich die deutsche Regierung geweigert, Nord Stream 2 zu eröffnen, obwohl sie fertig ist.

Ist das noch normal oder schon schiziphren?

Am 12. Mai 2022, obwohl Gazprom-Lieferungen an die Sojus-Gaspipeline durch die Ukraine für fast drei Monate des Konflikts ununterbrochen waren, trotz Russlands Militäroperationen in der Ukraine, schloss das von der NATO kontrollierte Selenskyj-Regime in Kiew eine große russische Pipeline durch Lugansk.

D.h. russisches Gas konnte nicht mehr in die Ukraine und in die EU-Staaten gepumpt werden.

Kiew erklärte, dass es geschlossen bleiben würde, bis Kiew die volle Kontrolle über sein Pipeline-System erlangt, das durch die beiden Donbass-Republiken verläuft.

Also bleibt sie bis zum St. Nimmerleinstag ohne Gas.

Dieser Abschnitt der ukrainischen Sojus-Leitung schnitt ein Drittel des Gases über Sojus in die EU ab.

Es hat der EU-Wirtschaft sicherlich nicht geholfen, als Kiew im Gegenzug um mehr Waffen von denselben NATO-Staaten bettelte, denen es den Saft abdrehte.

Sojus wurde 1980 unter der Sowjetunion eröffnet und brachte Gas aus dem Orenburger Gasfeld.

Als nächstes kam die russische Jamal-Gaspipeline durch Weißrussland und durch Polen nach Deutschland dran.

Im Dezember 2021, zwei Monate vor dem Ukraine-Konflikt, schloss die polnische Regierung den polnischen Teil der Pipeline, wodurch die Gaslieferung von Gazprom zu niedrigen Preisen sowohl nach Deutschland als auch nach Polen unterbrochen wurde.

Stattdessen kauften polnische Gasunternehmen russisches Gas in den Speichern deutscher Gasunternehmen über den polnisch-deutschen Abschnitt der Jamal-Pipeline zu einem höheren Preis im Gegenstromverfahren.

Die deutschen Gasunternehmen haben ihr russisches Gas über einen langfristigen Vertrag zu einem sehr niedrigen Vertragspreis bezogen und mit einem riesigen Gewinn nach Polen weiterverkauft.

Dieser Wahnsinn wurde vom grünen Wirtschaftsminister Habeck und Bundeskanzler Scholz und den deutschen Medien bewusst heruntergespielt, obwohl er die deutschen Gaspreise noch weiter in die Höhe trieb und die deutsche Gaskrise verschärfte.

Die polnische Regierung weigerte sich, ihren Gasvertrag mit Russland zu verlängern, und kauft stattdessen Gas auf dem freien Markt zu erheblich höheren Preisen ein.

Deshalb brauchen sie jetzt dringend Geld und wollen nach 80 Jahren eine Wiedergutmachung für den Zweiten Weltkrieg.

Ja, erst so wird ein richtiger Schuh daraus.

Dadurch fließt kein russisches Gas mehr über Jamal nach Deutschland.

Schließlich wurde die Gaslieferung über die Unterwasserpipeline Nord Stream 1 wegen der notwendigen Reparatur einer von Siemens hergestellten Gasturbine unterbrochen.

Die Turbine wurde in eine spezielle Einrichtung von Siemens in Kanada geschickt, wo sie das antirussische Trudeau-Regime monatelang festhielt, bevor sie sie schließlich auf Bitten der deutschen Regierung freigab.

Sie verweigerten jedoch bewusst die Lieferung an den russischen Eigentümer, sondern an Siemens Deutschland, wo es seinen Sitz hat, da die deutsche und die kanadische Regierung eine rechtsverbindliche Sanktionsbefreiung für die Überführung nach Russland verweigern.

Auf diese Weise wurde Gazproms Gas durch Nord Stream 1 ebenfalls drastisch auf 20 % des Normalwerts reduziert.

Im Januar 2020 begann Gazprom mit dem Transport von Gas aus seiner TurkStream-Pipeline durch die Türkei und weiter nach Bulgarien und Ungarn.

Im März 2022 unterbrach Bulgarien einseitig mit Unterstützung der NATO seine Gaslieferungen von TurkStream.

Ungarns Viktor Orban sicherte sich dagegen die Fortsetzung von TurkStream-Gas mit Russland.

Infolgedessen hat Ungarn heute keine Energiekrise und importiert russisches Pipelinegas zu vertraglich sehr niedrigen Festpreisen.

Das war ziemlich schlau.

Durch die systematische Sanktionierung oder Schließung von Gaslieferungen aus langfristigen, kostengünstigen Pipelines in die EU konnten Gasspekulanten über das niederländische TTP jeden Energieschock der Welt nutzen, sei es eine Rekorddürre in China oder der Konflikt in der Ukraine, Exportbeschränkungen in die USA, um sich zu bereichern.

Mitte August lag der Futures-Preis bei TTP um 1.000 % höher als vor einem Jahr und stieg täglich.

Und gestern wurden die Erdgaslieferungen nach Europa für unbestimmte Zeit eingestellt, welches zu einem Aktiencrash in den USA führte.

Es geht hier um Ihren eiskalten Hintern und Ihr Geld im nächsten Winter.

Die Energiekrise ist gerade Ihr kleinstes Problem, aber Sie ahnen das wohl noch gar nicht, was sonst alles für Sie in dieser Krise schlummert.

Es wird deshalb höchste Zeit, dass Sie sich besser informieren.

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